Biber & Butzemann

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Eigentlich bin ich ja eher fürs selbst lesen, aber an einem Sonntagnachmittag, an dem alle kränkelnd und faul auf dem Sofa lagen und niemand die Kraft zum vorlesen hatte, zog ein etwas anders Hörbuch bei uns ein: "Die schreckliche Geschichte der abscheulichen Familie Willoughby (Und wie am Ende alle glücklich wurden)".

"Die schreckliche Geschichte der abscheulichen Familie Willoughby"

(unbez. Werbung wg. Verlinkung) Der Titel lässt bereits erahnen, dass es sich hier nicht um ein "normales" Kinderbuch handelt, sondern um eine ziemlich abgefahrene Geschichte. Und dafür haben wir, wie ihr vielleicht aus anderen Rezensionen wisst, eine große Schwäche.

Eigentlich beginnt die Geschichte ziemlich traurig: Die Willoughby-Geschwister Timothy, die Zwillinge Barnaby A und Barnaby B und ihre kleine Schwester Jane führen ein trostloses Leben. Ihre Eltern interessieren sich nicht im Mindesten für ihre Kinder. Die Mutter strickt zwar für die Katze, doch die Zwillinge müssen sich einen viel zu großen Pullover teilen. Als die Geschwister eines Tages ein Baby vor ihrer Tür finden, beschließen sie - inspiriert von "altmodischen Geschichten" wie "Der geheime Garten" oder "Ann of Green Gables" - dass ihr Leben als Waisen wohl besser wäre. Gleichzeitig beschließen die Eltern, inspiriert von "Hänsel und Gretel", ihre Kinder loszuwerden und treten eine Reise ohne Wiederkehr an. 

Die Kinder verbleiben in der Obhut eines Kindermädchens, dass sich glücklicherweise als wahrer Schatz erweist. Doch dann schreiben die garstigen Eltern auch noch das Haus zum Verkauf aus. Kinder und Kindermädchen verschrecken zwar erfolgreich die ersten Besichtiger, drohen aber perspektivisch obdachlos zu werden. Wie bei diesem Kuddelmuddel am Ende doch noch alle glücklich werden - so wie es in altmodischen Geschichten sein soll - müsst ihr selbst lesen oder euch anhören. 

Dazu kann ich in diesem Fall sehr raten, denn Stefan Kurt, dessen Stimme ihr vielleicht aus einigen "Pettersson und Findus"-Hörbüchern kennt, liest einfach herrlich! Er gibt jeder Figur einen eigenen Charakter und erzählt die Geschichte mit dem angemessenen altmodischen Ernst, während die Hörer (ab 9 Jahren, gern auch älter) sich bestens amüsieren. 

Wer es schräg, witzig und ein bisschen böse mag, ist mit dieser schwarzhumorigen Geschichte jedenfalls bestens bedient. Die Laufzeit beträgt 2:35 h. Von uns jedenfalls alle Daumen hoch für "Die schreckliche Geschichte der abscheulichen Familie Willoughby (Und wie am Ende alle glücklich wurden)".

 

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